Alles, was du jemals über Tofu wissen wolltest!

 



Mythen

Für Sojabohnenanbau wird Regenwald gerodet

Die Sojabohne ist eine wärmeliebende Pflanze. So weit so richtig. Sie gedeiht also ganz wunderbar im sonnigen Südamerika, korrekt. Sojabohnen für die Herstellung von Bio-Tofu jedoch kommen tatsächlich aus Europa! Denn die vielseitige Bohne fühlt sich auf dem Breitengrad 48 (für alle Besserwisser und Schlauberger und die extra Portion Expertise in der nächsten Debatte) zwischen Paris und Wien pudelwohl. Soja-Anbaugebiete liegen somit tatsächlich überhaupt nicht im fernen Lateinamerika, sondern in Mitteleuropa. In Deutschland werden rund um den Oberrheingraben bei Freiburg im Schwarzwald Sojabohnen angebaut, in Frankreich in Elsaß und Jura, sowie in Österreich in der Nähe von Wien. Zusammenfassend kann man sagen, dass Soja das „Weinbauklima“ bei uns im Süden einfach zu schätzen weiß. Zukünftig sollen auch noch Sorten gezüchtet werden, die mit etwas gemäßigteren, kühleren Klimaten zurechtkommen. Ganz schön cool oder? Hättest du gewusst, dass Soja eine so regionale Pflanze sein kann?

Der Mythos, dass Soja aus Südamerika kommt, stammt daher, dass dort sehr viele Regenwaldflächen zum Anbau von Futterpflanzen für die Massentierhaltung gerodet werden. Die Rodungen werden damit durch den Kauf von Fleisch aus Massentierhaltung, nicht aber durch Bio-Tofu-Konsum unterstützt.

Soja = Gentechnik

Ne, auch diese Rechnung ist nicht so einfach. Der Tofu aus ökologischer Landwirtschaft, den du im Bioladen findest, ist garantiert gentechnik-frei. Biologische Lebensmittel müssen nämlich laut Richtlinien immer ohne gentechnisch veränderte Pflanzen hergestellt werden. Und wieder stammt der Mythos von dem Sojaanbau in Südamerika, wo in der Tat gentechnikveränderte Sojabohnen angebaut werden – als Futtermittel für die Tierindustrie… Wie Soja den Weg nach Europa geschafft hat, könnt ihr übrigens hier nochmal genauer nachlesen.

Tofu schmeckt nach nichts

Jein. Naturtofu pur zu essen, ist keine Delikatesse, aber das hat auch niemand verlangt! Vielleicht ist es gerade des Tofus geheime Stärke, dass er so gut Aromen aufnehmen kann. Mit ein paar Kniffen, raffinierten Marinaden und scharfem Anbraten kann man auch aus Naturtofu kleine Köstlichkeiten zaubern.

Ansonsten bleibt zu sagen: Für jeden Zweck gibt es einen anderen Tofu!

Räuchertofu für Herzhaftes, Seidentofu für Desserts, fermentierten Tofu als Feta-Ersatz in Salaten und auf Brot… Und natürlich Tempeh. Aber über diese tolle fermentierte Sojabohnen-Version aus Indonesien sprechen wir später noch einmal!

Räuchertofu ist ungesund, weil Räuchern giftige Stoffe erzeugt

Es gibt verschiedene Arten, dem Tofu sein markant herzhaft würziges Raucharoma zu verleihen. Entscheidend für mögliche Gesundheitsrisiken ist die Temperatur, bei der geräuchert wird. Taifun etwa verwendet die besonders schonende und emissionsfreie „Reiberauchmethode“, bei der mit Temperaturen zwischen 300-400 Grad Celsius geräuchert wird, anstatt mit bis zu 800 Grad bei anderen konventionellen Methoden.

Moderne Räuchermethoden sind insgesamt sehr schonend für die Lebensmittel und wenig schadstoffreich. Und Räuchertofu ist insgesamt immer noch weniger gesundheitsschädlich als (Räucher-)Fleisch, also keine Panik und weiter modern und sanft geräucherten Tofu auf die Gabeln!

 


Tofu FAQ & Infos

Tofu ist eine umfassende Eiweißquelle für den Menschen. Besonders natürlich für den Veganer und die Veganerin. Fakt ist jedoch auch, dass niemand Tofu oder Sojaprodukte essen muss, um seinen persönlichen Eiweißbedarf zu decken. Wer nicht mag oder will, kann sich auch einfach an dem großen Buffet der Hülsenfrüchte bedienen. Auch hier ist die Vielfalt riesig und es macht eine Menge Spaß sich durchzutesten: Linsen, schwarze/grüne/weiße Bohnen, Kichererbsen, Kidneybohnen und Co. – die Liste ist schier endlos.Wer gerne auf die Sojabohne zählt, der wählt einen hochwertigen Eiweißlieferanten, der ganz nebenbei vegan, laktose-, cholesterin- und meist glutenfrei ist. Naturtofu ist zudem mit etwa 120 Kalorien und um die 6 g Fett pro 100 g ein Lebensmittel, dass niemand auf seinen Hüften wiederfinden und durch die Welt tragen muss.

Neben Eiweiß ist Tofu eine sehr reiche Quelle an Folsäure, Phosphor, CalciumMagnesium, Biotin und Zink (100 g Tofu decken 14-42% des Tagesbedarfs der aufgezählten Nährstoffe).

Durch die im Tofu enthaltenen alkalischen Mineralstoffe (Kalium, Calcium, Magnesium) wirkt sich der Tofu-Genuss positiv auf das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers aus.

 

Anders als bei der Gewinnung von „normalem“ Tofu, kommt bei der Herstellung von Seidentofu kein Gerinnungsmittel zum Einsatz. Die Konsistenz ist demnach sehr viel weniger fest, eben seidenartig-halb-flüssig, was den Seidentofu besonders interessant macht für das Zubereiten von Desserts wie etwa Quarkspeisen, Kuchen, Shakes, Tiramisu, Mousse au Chocolat aber auch Gemüsetorten oder der Gleichen. Seidentofu lädt auf jeden Fall zu wilden Küchenexperimenten ein!Da es auf 100 Affen leider (noch!) keine große Auswahl an Seidentofu-Rezepten gibt, schaut gerne einmal bei Taifun vorbei für ein bisschen Seidentofu-Inspiration:

https://www.taifun-tofu.de/sites/default/files/seidentofu_rezepte.pdf

Wir freuen uns, eure Kreationen hoffentlich schon bald auf 100Affen zu bewundern.

Tofu in Süßspeisen, ja das geht und es ist auch noch unverschämt lecker!

Kleiner Exkurs, denn Tempeh gehört strenggenommen gar nicht zur Familie des Tofu. Es ist vielmehr ein Verwandter Cousin zweiten Grades, denn beide gehen aus der altehrwürdigen Linie der großen Soja-Dynastie hervor. Tempeh ist ein Produkt, bei dem Sojabohnen mit Hilfe von Schimmelpilzen und einem Fermentationsprozess zusammengeschlossen werden. Er ist schnittfest und man kann die einzelnen Sojabohnen noch erkennen, da anders als beim Tofu nicht zuerst Sojamilch hergestellt wird. Durch die Fermentation wird das Soja besonders bekömmlich. Tempeh kommt ursprünglich aus Indonesien, wo er in zahlreichen Gerichten verwendet wird. Du kannst ihn entweder im Asia- oder im gut sortierten Bioladen einkaufen. Mein Lieblingsrezept ist scharf angebratener Tempeh – dazu den Tempehblock einfach klein würfeln und mit Chili, Kurkuma, Sojasoße und ein bisschen Erdnussmus kräftig anbraten. Lecker!

Na klar. So geht’s:

  1. Sojabohnen kaufen oder selber anbauen.
  2. Sojabohnen waschen und für 10 – 12 Stunden in Wasser einweichen.
  3. Die aufgequollenen Bohnen Kochen und anschließend die Fasern und Schalen aussieben.
  4. Jetzt hast du Sojamilch, die Basis für deinen Tofu.
  5. Nun das Gerinnungsmittel deiner Wahl zur Sojamilch geben. Die meisten nutzen hierfür ZitronensäureNigari und/oder Calciumsulfat gehen aber auch!
  6. Die Sojamilch flockt nun aus und wird im nächsten Schritt gefiltert, damit nur die festen Bestandteile, der Tofu, übrig bleibt. Wir nutzen dafür immer ein Stofftuch.
  7. Die Sojamilch durch das Stofftuch o.ä. geben und leicht auswringen.
  8. Nun hast du Tofu! Eingewickelt in dem Stofftuch, kannst du den Tofu zB zur Aufbewahrung in eine Schale geben. Damit ein fester Block entsteht, empfiehlt es sich, den Tofu leicht zu beschweren. Wir lassen ihn immer mind. eine Nacht „setzen“. Danach ab in den Kühlschrank!

Ja, zumindest wüssten wir nicht, warum oder wie er nicht vegan sein sollte. Wenn ihr nicht veganen Tofu seht oder kennt, schreibt uns!

Natürlich hergestellter Tofu besteht aus wenigen Zutaten: Sojabohnen, Wasser und Gerinnungsmittel. Schauen wir uns also die durchschnittlichen Nährwerte von Sojabohnen etwas genauer an.
Laut Wikpedia bestehen 100 g Sojabohnen vor allem aus Eiweißen (36 g), Kohlenhydraten (30 g) und Fetten (20 g). Der Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren liegt mit 11 g sehr hoch. Außerdem sind 9 g Ballaststoffe enthalten und die Vitamine A, C und B6. Soja ist außerdem reich an Magnesium, Kalzium und Eisen. Im Herstellungsprozess zum Tofu werden allerdings nicht alle Nährstoffe in gleicher Konzentration übernommen. Bei schonender Verarbeitung und wenn du Tofu selber herstellst, bleiben Vitamine & Spurenelemente weitestgehend erhalten.

 
Nährwerte* in 100 g (durchschnittlich)
Energie (kJ) 497 kJ (119 kcal)
Fett 6,7 g
davon gesättigte Fettsäuren 1,2 g
Kohlenhydrate 1,3 g
davon Zucker < 0,5 g
Eiweiß 13 g
Salz < 0,01 g

*Nährwertangaben Naturtofu von Taifun Tofu

Tofu ist ein Naturprodukt, daher variiert der Fettgehalt. Bei Tofu natur, dem traditionellen Basis-Tofu, liegt der Fettgehalt beispielsweise bei 6,7 g je 100 g. Naturtofu hat einen hohen Anteil einfach- und mehrfach ungesättigter Fettsäuren, der Anteil liegt bei etwa 5,5 g / 100 g. Dieser hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist laut aktuellem Wissensstand förderlich für die Gesundheit.

Die traditionellen Gerinnungsmittel sind Magnesiumchlorid (Hauptbestandteil von Nigari), Calciumsulfat und Zitronensäure. Alle drei Gerinnungsmittel sind natürlich und müssen nicht chemisch hergestellt werden. Es ist nicht bekannt, dass die eingesetzten Gerinnungsmittel negative Auswirkungen auf Körper oder Geist haben.

Rezepte mit Tofu

[Rezepte Platzhalter]

Herstellung


So sieht es aus, wenn Taifun aus Sojabohnen Tofu macht.

Bis heute ist die Herstellung von Tofu mit vielen verschiedenen Arbeitsschritten verbunden. Nur durch beste Sojabiohnen und deren achtsame und präzise Verarbeitung erhält man ein hochwertiges Produkt.

Erfahre hier mehr über die Verarbeitung bei Taifun Tofu.